Walzls Tierleben - Bestiarium


Die Arbeit

Die Arbeit entstand im Rahmen der Diplomarbeit an der Fachhochschule Dortmund zwischen März und September 2007. Die Idee dazu lag gewissermaßen auf der Straße, eine Ameise und eine Zigarettenkippe waren die Inspiration. Ein Großteil der Tiere wurde hier im Zoologischen Institut abgelichtet und später auf digitale Weise mit diversen Abfällen gekreuzt. So entstanden mit der Zeit immer mehr Kriecher und Krabbler, die sich dem urbanen Raum nahezu perfekt anpassten. Es sei hier auch erwähnt, dass es einige Arten nicht bis in die Ausstellung geschafft haben, da der Selektionsdruck des Künstlers einfach zu groß war.

Schaut man sich die Exponate dieser Arbeit an, ist man beim ersten Hinschauen kurz irritiert und wagt dann den zweiten Blick. Eine witzige Idee, zumal die Tierchen sich wunderbar mit unserem Straßenmüll kombinieren lassen. Irgendwie sehen Böllerbock und Glashüpfer auch viel schöner und interessanter aus als die wirklichen Vorbilder. Also, der Natur die Chance geben, sich weiter zu entwickeln!? Unsere Natur, ein Heim für Müllionen!
Diese Kriecher und Krabbler zeigen uns aufs Vortrefflichste, dass sie sich der Evolution weiterhin gut anpassen könnten. Natürlich würde dieser Prozess noch tausende von Jahren dauern und bis dahin ist der Homo Sapiens wohl schon längst ausgestorben, begraben unter seinem eigenen Müll. Die Frage, ob der Mensch sich anpassen kann, müsste man hier glatt mit Nein beantworten. Naja, er gibt sich an manchen Stellen redlich Mühe, aber an anderen versagt er völlig. Um nicht weiter dem Größenwahn zu verfallen, sollte man sich Buddhas letzte Worte vor Augen führen: „Vergänglich sind alle Gebilde, strebt ohne Unterlass!“, die hier ergänzt werden mit „Aber verlasst dabei niemals Eure von der Natur gesetzten Grenzen.“

Die Kabelgöttin
Die Kabelgöttin




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