Walzls Tierleben - Bestiarium


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Die Kulibelle

Die Kulibelle

Kulibelle, Sympetrum graphium
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Familie: Segellibellen (Libellulidae)
Gattung: Heidelibellen (Sympetrum)

Entwicklung/Lebensweise/Nahrung:
Anders als ihre Verwandten fängt die Kulibelle ihre Opfer nicht im Flug, sondern durch eine äußerst intererssante Taktik. Sie „markiert“ eine Stelle, beispielsweise auf einem Blatt, mit einem stark süßlich riechenden Sekret, das auf Insekten wie ein Magnet wirkt. Die Kulibelle schwirrt solange über der Markierung bis ein Opfer in die Falle geht. Ist sie nicht mit dem Jagen beschäftigt, wärmt sie ihre Muskulatur auf sonnigem Asphalt auf. Die Kulibelle wirft ihre Eier nach der Paarung über einem Gewässer ab. Die Larven entwickeln sich unter Wasser.
Zehn Entwicklungsstadien durchläuft die Larve bis sie sich zur Libelle verwandelt.

Der Kippenkäfer
Der Kippenkäfer

Kippenkäfer, Melolontha fumans
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Blatthornkäfer (Scarabaeidae)
Gattung: Maikäfer (Melolontha)

Entwicklung/Lebensweise/Nahrung:
Der Kippenkäfer ist trotz seines hohen Vorkommens ein Einzelgänger. Einzig zur Paarungszeit von Mitte Mai bis Mitte Juli ist der männliche Käfer in einer größeren Horde unterwegs. Diese versucht durch ein rotes Glühen der Hinterteile die Weibchen anzulocken. Das Weibchen legt die Eier meist an Bordsteinkanten ab, aus denen nach drei Wochen filterlose Jungkäfer schlüpfen. Der Kippenkäfer hat ein wirksmes Mittel seine Feinde abzusckrecken, denn er versprüht ein Sekret, dass mit dem CO2 in der Luft reagiert und starken Qualm erzeugt. Zur Nahrung dienen ihm bevorzugt Papierreste, Kirschkerne, Staubmilben und Weißbrotkrümel.

Die Kabelgöttin
Die Kabelgöttin

Kabelgöttin, Mantis lingans
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Fangschrecken (Mantodea)
Familie: Mantidae
Gattung: Mantis

Entwicklung/Lebensweise/Nahrung:
Kabelgöttinnen lauern gerne auf Zäunen, Gittern oder Straßenbegrenzungen auf ihre Opfer, die sie mit mit ihren Fangarmen aus der Luft fischen. Im Spätherbst beginnt die Paarungszeit, in der die Männchen durch lange Balztänze versuchen auf sich aufmerksam zu machen. Die Verspeisung des Männchens nach der Paarung durch das Weibchen ist bei dieser Art bisher noch nicht dokumentiert. Das Weibchen legt ihre Eier in sogenannte Ootheken (schaumartige Gebilde), erstaunlicherweise meist mitten auf den Asphalt. Der Schaum erhärtet sehr schnell und isoliert die Eier vor der Kälte im Winter.

Die Eisstielschabe
Die Eisstielschabe

Eisstielschabe, Periplaneta gelu
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schaben (Blattodea)
Familie: Blattidae
Gattung: Periplaneta

Entwicklung/Lebensweise/Nahrung:
Die Eisstielschabe ernährt sich hauptsächlich von Kleingehölz und am liebsten von Eisstielen, da diese meist noch Spuren von Zucker aufweisen. Eisstielschaben bauen ihre Nester oft in Parks oder Stadtgärten, in denen bis zu 5000 Exemplare leben können. Das Weibchen trägt den Eisack mit sich herum, bis die Jungtiere schlüpfbereit sind. Die Jungtiere haben noch nicht die typische Eisstielform der erwachsenen Tiere - diese stellt sich erst mit der 2. Häutung ein. Eisstielschaben werden ungefähr 10 cm lang.

Die Deckelspinne
Die Deckelspinne

Deckelspinne, Tegenaria operculum
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Familie: Trichterspinnen (Agelenidae)
Gattung: Winkelspinnen (Tegenaria)

Entwicklung/Lebensweise/Nahrung:
Deckelspinnen lauern mit eingezogenen Beinen ihren Opfern auf und sind so selbst bei genauerem Hinsehen nicht als Spinne erkennbar. Der „Deckel“ ist individuell verschieden, sowohl in Farbe als auch in Größe. Die Männchen mit den größten Deckeln haben bei der Partnersuche aber die höheren Chancen. Das Weibchen baut den Kokon meist unter Gullideckeln oder ähnlich geschützten Orte. Eine Brut kann bis zu 2000 Deckelspinnchen hervorbringen. Eine Deckelspinne häutet sich bis zum ausgewachsenen Exemplar ungefähr fünf mal, dann ist sie bis zu 6 cm lang. Der Deckel erreicht hierbei einen Durchmesser von bis zu 2,5 cm.


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