Verhaltensökologie
Behavioural Ecology

 
 

 

Prof. Dr. Josef K. Müller - Information für Studenten

Grundvorlesung WS 04/05 Adobe PDF

Informationen zur Lehre in der Abteilung Evolutionsbiologie und Ökologie der Tiere
Vorlesung Verhaltensökologie
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Vorlesung Verhaltensökologie (Wintersemester)

Beschreibung

Die Verhaltensökologie ist ein relativ junges Fachgebiet, sie verbindet die Konzepte der klassischen Verhaltensbiologie, der Ökologie, der Populationsbiologie und der allgemeinen Evolutionsbiologie. In den Einführungsstunden werden die Grundlagen der allgemeinen Evolutionstheorie besprochen, danach werden einzelne Spezialthemen behandelt. Bei allen besprochenen Themen wird versucht darzustellen, in welcher Weise sich Tiere und zum Teil auch der Mensch in bestimmten Situationen verhalten, welchen Anpassungswert bestimmte Verhaltensweisen besitzen und wie diese Verhaltensweisen im Laufe der Stammesgeschichte entstanden sind. Proximate und ultimate Ursachen werden dabei diskutiert.

Programm:

1. Fragen und Methoden der Verhaltensökologie
2. Grundlagen der allgemeinen Evolutionstheorie
3. Evolution von Anpassungen zur Feindvermeidung
4. Optimalität der Nahrungsnutzung
5. Alternatives Verhalten: Strategie und Taktik
6. Sexuelle Selektion
7. Konflikte und Konfliktsituationen im Tierreich

Allgemeine Literatur zur Vorlesung:

Alcock, J. (1998) Animal Behavior. Sinauer Associates, Sunderland Massachusetts

Dawkins, R. (1987) Der blinde Uhrmacher. Kindler Verlag, München

Futuyma, D. J. (1998) Evolutionary Biology. Sinauer Associates, Sunderland Massachusetts

Krebs, J. R. and N. B. Davies (1996) Einführung in die Verhaltensökologie. Blackwell Wissenschafts-Verlag, Berlin - Wien

Wickler, W. and U. Seibt (1977) Das Prinzip Eigennutz. Hoffmann und Campe, Hamburg

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Weitere Veranstaltungen

In jedem Wintersemester findet ein verhaltensbiologisch, evolutionsbiologisches Seminar statt, dessen Thema jeweils dem Aushang entnommen werden kann. Außerdem gibt es im Sommersemester eine weitere Vorlesung zur Verhaltensbiologie von Prof. Rossel


Prüfungsinformationen

Grundlage für die Haupt- und Nebenfachprüfungen sind die Vorlesung Verhaltensökologie, die absolvierten Großpraktika und Oberseminare sowie die Vorlesungen Evolutionsbiologie und Ökologie aus dem Grundstudium. Weitere Spezial- bzw. Literatur-Themen nach Absprache


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Lehre in der Abteilung Evolutionsbiologie und Ökologie der Tiere

Die Abteilung bietet im Grundstudium Teile der Grundvorlesung (Evolutionsbiologie Peschke, Ökologie Müller) und die Vorlesung Baupläne und Systematik der Tiere (Bauer) an. Letztere ist mit dem Grundkurs I (Morphologie der Wirbellosen) verknüpft. Außerdem werden Tierbestimmungsübungen (Hoffrichter) und Exkursionen für Anfänger (mehrere Mitglieder der Abteilung) angeboten.
Im Diplom-Hauptfach "Evolutionsbiologie und Ökologie der Tiere" wird von allen wissenschaftlichen Mitarbeitern der Abteilung gemeinsam ein Großpraktikum (insgesamt 2 mal 20 SWS) angeboten, das im Winteresemster spezielle Zoologie an ausgewählten Tiergruppen behandelt und durch einen 5 SWS Kurs zur Biologie der Arthropoden ergänzt wird (auch für Nebenfächler). Im WS und WS werden jeweils in ca. einwöchigen Blöcken wichtige Methoden der Evolutionsbiologie und Ökologie vorgestellt (z.B. Populationsgenetik, Molekularssystematik, genetische Vaterschaftsbestimmung, Verhaltensökologie, Funktionsmorphologie und Histologie, Chemische Ökologie, Synökologie). Den Abschluß bildet in der zweiten Hälfte des SS ein sechswöchiger Projektteil, in dem zur Vorbereitung auf Examensarbeiten eine kleinere ausgewählte Fragestellung aus einem Forschungsprojekt mit Erstellung eines Protokolls im Stile einer wissenschaftlichen Publikation bearbeitet wird. Begleitend zum Großpraktikum werden Vorlesungen zur speziellen Zoologie, zu den vorgestellten Arbeitsmethoden und allgemein zur Auswertung, Statistik und Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit angeboten.
Ab WS 2001/02 wird eine Vorlesung "Evolutionsbiologie" (Dobler, Müller, Peschke) angeboten. Empfohlen sind die Spezialvorlesungen "Verhaltensökologie" (Müller), "Chemische Ökologie" (Peschke), "Bionomische Strategien" (Bauer). Ein "Terrestisch-Ökologisches Freilandpraktikum" (Exkursion an die Biologische Station Neusiedlersee) rundet die ökologische Ausbildung im Freiland ab. Eine weitere Fortgeschrittenen-Exkursion ist meeresbiologisch orientiert (Banyuls, Hoffrichter, Körner). Es werden jedes Semester Oberseminare zu speziellen Themen von verschiedenen Mitarbeitern abgeboten (z.B. Verhaltensökologie, Evolutionsbiolgie [Speziation, Spermienkonkurrenz], chemische Ökologie [Pheromone, Wehrsekrete, soziale Insekten], Zoo und Zootiere, Meeresbiologie). Die Vorlesung "Fauna Mitteleuropas" und die freiwillige Veranstaltung "Tierbestimmungsübung für Fortgeschrittene" vertieft die Kenntnis ökologisch wichtiger Tiergruppen.
In einer neuen Fächerstruktur der Fakultät wird die Lehre in "Evolutionsbiologie und Ökologie der Tiere", "Geobotanik" (Deil, Bogenrieder) und "Limnologie" (Bauer mit Kollegen vom Limnologischen Institut der Universität Konstanz) zu einem Fach "Ökologie und Evolutionsbiologie" zusammengefaßt werden. Eine weitere Stärke des Standortes Freiburg für ökologisch interessierte Studierende ist die Forstwissenschaftliche Fakultät (z.B. nichtbiologisches Nebenfach Bodenkunde) und die Physikalische Geographie (z.B. Hydrologie).

 
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