|
Forschungsschwerpunkte
- Bergwälder Kretas
- Ziegen- und Schafbeweidung
- Beweidungsintensität
- Wiederbewaldung nach Sturmwurf
- Seed predation
Thema der Dissertation
Bergwälder West- und Zentralkretas –
abiotische und weidebedingte Differenzierung
Abstract
Wälder finden sich auf der Südägäis-Insel
Kreta in submontanen und montanen Lagen, v. a. in ihren westlichen und zentralen
Teilen. Neben der Holznutzung ist die Beweidung mit Ziegen und Schafen der
wichtigste anthropogene Einflußfaktor. Die Geländearbeiten für die
Dissertation konzentrierten sich auf Waldbestände des Nationalparkes Samaria
und seiner weiteren Umgebung (mit Cupressus sempervirens, Pinus brutia, Quercus
coccifera, Zelkova abelicea, Acer sempervirens u. a.) sowie des Rouvasgebietes
(mit Quercus coccifera, Quercus ilex u. a.) Eine Klassifizierung der Wälder
wird vorgeschlagen, basierend auf Vegetations- und Strukturaufnahmen. Parallel
dazu erhobene Parameter wie Faecesdichte, Verbißformen schmackhafter Baumarten
sowie Verbißraten der Blüheinheiten ausgewählter Straucharten erlauben die
Bestimmung der relativen Beweidungsintensität. Dauerflächenuntersuchungen
geben Aufschluß über Konsequenzen der Beweidung für den Zuwachs einiger
Baumarten sowie den Fruktifikationserfolg zweier gefährdeter endemischer
Waldorchideen. Schlußfolgerungen für Naturschutz, Forst- und Weidemanagement
werden gezogen.
|