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Forschungsschwerpunkte
- Ökologie bewaldeter Moore von Mitteleuropa
bis zur borealen Zone
- Schwerpunkt Schwarzwald: Populationsdynamik
und Wachstum der Moor-Kiefer in Abhängigkeit von Eigenschaften des Torfes
in naturnahen und hydrologisch gestörten Mooren
- Untersuchung der gefährdeten Moor-Kiefer im
Schwarzwald (Projekt der Stiftung Naturschutzfonds)
Aktuelle Forschungen
Wachtumspotenzial der Grindenmoore
Projektlaufzeit Juni 2008
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Febr.
2010
Projekt Stiftung Naturschutzfonds / Ministerium für Ernährung und
ländlichen Raum
Wegen der extrem hohen Niederschläge konnten sich im
Nordschwarzwald im Gegensatz zu anderen Mittelgebirgen auch Moore auf
gipfelnahen Kuppen, Hängen und Sätteln bilden.

Durch eine im Mittelalter einsetzende Brandrodung (Schaffung von
Weideflächen) wurden die Moore und ihre Umgebung nachhaltig verändert. Es kam zu
Versumpfungen benachbarter Torfgleye und zu sekundärer Moorbildung. Da das
sekundäre Torf- und Moorwachstum wegen ungünstiger Bedingungen bald zum Erliegen
kam, setzte eine Sukzession ein, die bis heute nicht abgeschlossen ist.
Die Moor-Kiefer besiedelte nach Nutzungsaufgabe nach und nach die
freigewordenen Moorflächen und eroberte so vorübergehend einen weit größeren
Lebensraum als auf den ursprünglichen Mooren. Viele Besucher verbinden mit den
Grinden heute das großflächige Vorhandensein der Latschen.
Tatsächlich ist das Latschenstadium auf weiten, flachtorfigen
Flächen aber nur eine Zwischenstation in der (Rück)-Entwicklung zu den
ursprünglichen Vegetationstypen oder zu Moorwäldern. Die Fichte dringt heute
raumgreifend in viele Bestände ein.
Auf den meisten mächtigeren Moorlinsen stagniert das Moorwachstum
heute, so dass Stillstandskomplexe vorliegen, die von Heidekraut beherrscht
werden aber noch gehölzfeindlich sind.
Die auf geringere Flächen konzentrierte, vielerorts bedrohte
Hochmoorvegetation ist stellenweise bedroht. In manchen Flächen wurden früher
auch Entwässerungsmaßnahmen eingerichtet.
Für den Naturschutz stellt sich die Frage, wie mit dem Vordringen
der Fichte umzugehen ist und welche Entwicklungsziele für die weiten,
flachgründigen Moorflächen formuliert werden können.
Im aktuellen Projekt werden Untersuchungen zum Wasserhaushalt der
Grindenmoore durchgeführt, um abschätzen zu können,
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ob überhaupt noch wachsende Moorbereiche vorliegen
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ob die Vernässung für eine Torfbildung noch ausreicht
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ob das Entfernen von Gehölzen eine positive Auswirkung auf den
Wasserhaushalt der Moorflächen hat.
Es wird in Probeflächen der Wasserstand unter Flur gemessen
Es wird der Wassergehalt des Torfes in der ungesättigten Zone
gemessen (TDR-Sonde)
Es wird der Torfzersetzungsgrad sowie die Torfbildung erhoben.
Die Neigung aller Probeflächen wird gemessen
Eine Erhebung von
Vegetationsaufnahmen soll die Datenerhebung im Torf ergänzen.

In einer vergleichenden multivariaten Analyse wird untersucht, ob
Hangneigung und Torfbildung korrelieren und ob folglich Reifestadien von Mooren
vorliegen, die wegen zu raschem lateralem Abfluss nicht mehr wachsen können.
Die Ergebnisse könnten auch Hinweise darauf liefern, ob die
klimatischen Bedingungen heute ein Moorwachstum nicht mehr zulassen.
Publikationen
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von
Sengbusch, Pascal
(1996): Die Wassermoose des Feldberges, exper.-ökologische Diplomarbeit am
Lehrstuhl für Geobotanik, Inst. f. Biologie II, Universität Freiburg.
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von
Sengbusch, Pascal
/ Bogenrieder, A.
(2001): Rückgang der Moor-Kiefer im südlichen Schwarzwald, Naturschutz und
Landschaftsplanung, Heft 8, 2001. Verlag Eugen Ulmer.
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von
Sengbusch, Pascal
(2004): Untersuchungen zur Ökologie der Moor-Kiefer Pinus rotundata LINK im
Südschwarzwald, 1998-2002, Forschungszentrum Karlsruhe / Projekt für
angewandte Ökologie N98003. Veröffentl. als Buchdruck in "Dissertationes
Botanicae" Bd. 388 / 2004.
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von
Sengbusch, Pascal
(2006): Untersuchung der gefährdeten Moor-Kiefer im Schwarzwald ", 2002-2004,
Stiftung Naturschutzfonds / Ministerium Ländlicher Raum, Projekt
64-8831.21/54691-0217GL. Veröffentlicht als Buchdruck in "Dissertationes
Botanicae" Bd. 400 / 2006.
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